Kommt am 1.Mai in den revolutionären „Her mit dem schönen Leben-Block“!
Achtung Planänderung:Treffpunkt: 09:30 Uhr – Postplatz
Aufruf:
„Wir sollten nicht davon ausgehen, dass Experten die Einzigen sind, die ein Recht darauf haben sich zu Fragen zu äußern, die die Organisation der Gesellschaft betreffen.“ (Albert Einstein, in „Why Socialism?“ 1949)
So nehmen auch wir -die wir nicht Experten im Bereich der Lohnarbeit sind, sondern Schülerinnen und Schüler- uns das Recht heraus diese Gesellschaftsordnung in all ihren Spielformen radikal zu kritisieren und für ihre Überwindung hin zum Kommunismus/Anarchismus zu kämpfen. Hierbei wollen wir uns sowohl vom historischen, als auch real existierenden „Kommunismus“ strikt abgrenzen.
Diese Zukunft die wir uns erträumen und für die wir uns täglich einsetzen steht im krassen Gegensatz zu jener des bestehenden kapitalistischen Systems.
Auf uns Schüler_innen warten mit Glück 40 Jahre Lohnarbeit und eine (un)sichere Rente.
Ist das etwa eine Zukunft für die es sich zu lernen lohnt?
Wer von sich behauptet ein vernünftiger Mensch zu sein kann diese Frage nur mit einem entschiedenen „Nein!“ beantworten. Aber nicht nur die Zukunft die uns erwartet müssen wir mit „mangelhaft“ benoten -um im Schuljargon zu bleiben-, sondern auch das gegenwärtige Schulsystem. Dieses zielt nämlich nicht einmal ansatzweise, darauf uns Schüler_innen zu mündigen, gebildeten und frei denkenden Individuen zu erziehen.
Es hat den Zweck uns zu funktionierenden, gut geölten Zahnrädchen des Systems zu machen, die weder wagen zu hinterfragen noch stehenzubleiben.
Doch sollte das der Zweck einer Schule sein?
Wer von sich behauptet ein vernünftiger Mensch zu sein kann diese Frage nur wieder mit einem entschiedenen „Nein!“ beantworten.
Denn eine Gesellschaftsordnung, die eine Schule reproduziert, welche Konkurrenzdenken, Arbeitsfetisch, Leistungsprinzip, Diskriminierung, Herrschen und Beherrschtwerden lehrt und gewöhnt, gehört zerschlagen.
Warum müssen wir denn ständig in einen Wettbewerb gegeneinander treten, versuchen die_den Anderen zu übertreffen?
Warum Gefallen finden an aufgezwungener, nicht selbstbestimmter Arbeit?
Warum eine Gesellschaftsordnung unangegriffen lassen, in der Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie zum „guten Ton“ gehören?
Warum herrschen? Warum sich beherrschen lassen?
Das vollkommene Fehlen dieser Fragen allein beweist schon die klaffenden Missstände in diesem „Bildungs“system. Leider würde die Ausformulierung dieser komplexen Kritik an der gesamten Gesellschaftsordnung den Rahmen eines Flugblattes sprengen.
Daher bedienen wir uns eines Zitats des allgemein angesehenen Denkers Berthold Brecht:
“Der Kommunismus ist wirklich die geringste Forderung. Das Allernächstliegende, Mittlere, Vernünftige. Wer sich gegen ihn stellt ist nicht ein Andersdenkender, sondern ein Nichtdenkender. Oder ein nur Ansichdenkender. Ein Feind des Menschengeschlechtes.“
So bleibt abschließend noch zum 1.Mai, dem Tag der Arbeit zu sagen: Kein Grund zum Feiern, ein Grund zur Revolution!
Auf die Zukunft, die uns der Kapitalismus bietet scheißen wir!
Wir wollen mehr, wir wollen alles!
Her mit dem schönen Leben und alles bekämpfen was sich diesem Ziel entgegenstellt!
Bildet Euch! Bildet Andere! Bildet Banden!
Kommt zum Forum Aktiver Schülerinnen und Schüler in Landshut!
Liebe Fassis,
für den ‚historischen Kommunismus‘, von dem ihr euch so strikt abgrenzt, war der 1.Mai der Kampftag der Arbeiterklasse. Den ‚Tag der Arbeit‘, wie ihr ihn nennt, haben erst die Nazis daraus gemacht. Da ich natürlich weiß, dass ihr mit den Nazis nichts am Hut habt, solltet ihr auch deren Spreche nicht verwenden.
Schöne Grüße
Koni
Hallo Koni.
Der Absatz den Du ansprichst lautet:
„So bleibt abschließend noch zum 1.Mai, dem Tag der Arbeit zu sagen: Kein Grund zum Feiern, ein Grund zur Revolution!“
Hier wird doch (hoffentlich) recht deutlich klar, das wir den 1. Mai als sogenannten „Tag der Arbeit“ strikt ablehnen. Er ist für uns eben als solcher „kein Grund zum Feiern“, sondern „ein Grund zur Revolution“.
Ein_e Fassler_in.